Am 2. Oktober 1973 sendet der Saarländische Rundfunk einen Film nach einem Drehbuch vom Luxemburger Schriftsteller Roger Manderscheid. Stille Tage in Luxemburg provoziert damals bei den Zuschauern in Luxemburg teilweise schockierte Reaktionen. Roger Manderscheid wird als „Nestbeschmutzer“ dargestellt, der es gewagt hat, seine Heimatstadt im (deutschen!) Ausland kritisch zu betrachten.

Couverture de "tv-revue" du 28 septembre 1973
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Stille Tage in Luxemburg sorgte damals für einen, für luxemburger Verhältnisse eher seltenen Skandal. 47 Jahre später zeigt das CNA als Hommage an den dieses Jahr verstorbenen Schriftsteller Manderscheid, sowie im Rahmen der Fotoausstellung Controverses, einen der wenigen luxemburgischen Filme, die eine wirkliche Kontroverse auslösten.
Im selben Programm sind zwei AFO-Kurzfilme zu sehen: Der taube Johannes wurde 1970 nach einer Vorlage von Roger Manderscheid gedreht während der Schriftsteller in L’étrange découverte de Blaise Aristocéphale (1972) als Schauspieler auftritt.